"Grenzach-Wyhlen wo willst du hin" ist wohl die spannendste Frage die in unserer Gemeinde in den letzten 15 Jahren gestellt wurde.

Die Ära der chemische Industrie wurde 1897 durch den schweizer Unternehmer Fritz Hoffmann in Grenzach-Wyhlen begründet. Sie hat sich den ganzen Hochrhein entlang entwickelt und der Region  Wachstum und Wohlstand beschert. Seit über 10 Jahren ist diese produktive chemische Industrie auf der deutschen Seite am Hochrhein und insbesondere in Grenzach-Wyhlen auf dem Rückzug. In den letzten 10 Jahren hat die Gemeinde rund 1.000 Arbeitsplätze in dieser Branche verloren.
Das Porträt der Wirtschaftsregion Südwest beschreibt eindrucksvoll den Niedergang dieser Branche auf deutscher Seite mit Zahlen und Fakten. Lesen Sie die Studie hier.

Wenn die chemische Industrie kein Interesse mehr an dem Standort Grenzach-Wyhlen hat ist es für die Ansiedlung höherwertiger Unternehmen nicht hilfreich einen Betrieb ansiedeln zu wollen, der durch seine Image, seine Emisssionen und seinen Störfallradius eine Ansiedlung verhindert. Kein Unternehmen das "saubere Chemie" oder andere, hochwertige Produkte herstellt wird sich so ein Unternehmen als Nachbarn aussuchen wenn es andere Ansiedlungsalternativen hat.  Auch für die weitere Entwicklung von Grenzach-Wyhlen als Wohnstandort für Akademiker, Ingenieure und Wissenschaftler ist eine solche Ansiedlung kritisch zu hinterfragen. Diese Zielgruppe ist in der Frage "wohnen" höchst sensiebel, nicht zuletzt hier in unserer Region auch deshalb weil sie die Risiken genau kennt. Ist es wirklich vereinbar in Grenzach-Wyhlen auf der einen Seite Projekte wie das "Wohnen am Wasser"  zu verfolgen und auf der anderen Seite die Ansiedlung eines Schadstoff - Entsorgungsunternehmens mit Expansionspotential zu befürworten?

Für die Verkehrsbelastung spielt es zunächst keine Rolle ob die Nutzung eine industrielle oder eine gewerbliche ist. Eine mögliche zukünftige Nutzung des Industrieareales als Gewerbegebiet mit produzierendem Gewerbe würde ebenfalls weiteren LKW-Verkehr bedeuten der hauptsächlich durch den Ortsteil Wyhlen fährt. Wenn die Lebensqualität für die derzeitigen Bürger und die Standortattraktivität für zukünftige, neue Bürger gefördert werden soll, ist es unerlässlich die Umgehungsstrasse zu bauen. Grenzach-Wyhlen steht mit der Ortsumfahrung Wyhlen an Stelle 14 und mit Grenzach an Stelle 13 in der Priorisierung der baureifen Bundesfernstraßen. So paradox es klingt würde uns zusätzlicher LKW-Verkehr weiter nach vorne bringen in der Priorisierung. Wenn jedoch in der Zwischenzeit weitere Bundesfernstraßen planfestgestellt werden die einen höheren Scorewert als Grenzach oder Wyhlen haben, werden wir nach hinten durchgereicht und warten weiter. Lesen Sie die Informationen unter: Umgehungsstrasse

Das Ergebnisprotokoll des Zukunftslabors zeigt eindeutig den Trend der Bürger hin zu sauberen Technologien. Chemiebetriebe können gerne kommen jedoch Störfallbetriebe wolle man nicht haben. Für diesen Spagat ist es unerlässlich "sauberen Betrieben" auch ein "sauberes Umfeld" zu bieten. Schmuddelchemie und Abfälle gehören da nicht mit dazu. Lesen Sie die Informationen unter: Ergebnisdokumentation-Zukunftslabor-Grenzach-Wyhlen


Grenzach-Wyhlen hör auf deine Bürger und du fährst gut dabei!

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